Station 5 - Die weinenden Frauen

"Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich; weint über euch selbst und eure Kinder." (Lukas 23,28)

Die Frauen weinen. Sie stehen am Rand, sie sehen Jesus – verwundet, schwach, schwer beladen. Sie haben Tränen des Mitleids.

Und Jesus? Er sieht sie. Er hört ihr Weinen. Aber er sagt: "Weint nicht über mich … weint über euch selbst."

Nicht weil ihr Mitleid falsch wäre – sondern weil er spürt: Das Leid ist größer. Nicht nur seins. Sondern das Leid in der Welt. In den Herzen. In den Familien.

Er ruft sie zur Umkehr – nicht hart, sondern liebevoll. Ehrliches Mitgefühl wird zur Einladung zur Veränderung.

Was berührt mich an Leid? Was macht mich traurig? Sehe ich nur zu – oder lasse ich mich verwandeln? Weine ich mit – oder auch über das, was ich selbst dazu beitrage?

Jesus trägt und er ruft uns, mit ihm zu gehen – nicht nur mit Tränen, sondern mit Taten.

Symbolische Handlung

Nimm dir ein Stück Petersilie und gieße etwas Salzwasser darüber. Der bittere Geschmack der Petersilie erinnert uns an das Bittere, das Leid und das Salzwasser an die vergossenen Tränen.

Während du die Petersilie isst, nimm dir Zeit, in die Fürbitte zu gehen, wo jemand gerade Leid erfährt.

Station gestaltet von Luisa Schulz & Diane Nastarowicz